Die EuroShop in Düsseldorf ist weit mehr als eine Fachmesse – sie gilt als einer der zentralen Treffpunkte für die Zukunft des Handels. Als weltweit bedeutende Plattform für Retail-Technologie bietet sie die ideale Bühne, um über die operativen Strategien hinter dem modernen Handel zu sprechen.
In der Session „From Schedules to Strategy“ diskutierten Nico Felder (Principal Workforce Planning & Performance) und Gaston Barboza (Automation Engineer) von Flink gemeinsam mit Laurence Painell (CPO) von Quinyx, wie der Quick-Commerce-Lieferdienst mithilfe von Workforce Management (WFM) und künstlicher Intelligenz in Phasen des Hyperwachstums bis zu zehn neue Standorte pro Woche eröffnen konnte.
Die Herausforderung: Skalierung unter Hochdruck
In der Welt des Quick Commerce ist Zeit die wertvollste Ressource. Für Flink bedeutet das: Nahezu 100 Städte, 160 Hubs und über 10.000 Mitarbeitende müssen reibungslos zusammenarbeiten. Doch wie skaliert man ein solches Modell, wenn die ursprüngliche Planung dezentral und weitgehend manuell erfolgte?
Während der Hypergrowth-Phase eröffnete Flink bis zu zehn Hubs pro Woche. Nico Felder betonte, dass manuelle Prozesse bei diesem Tempo nicht nur bremsen, sondern auch ein erhebliches operatives Risiko darstellen:
„Wir brauchten eine Lösung, die datengetrieben und flexibel ist, gleichzeitig aber die strikten Arbeitsgesetze einhält – besonders in einer Branche, die politisch stark im Fokus steht.“
Nico Felder | Flink
Gaston Barboza schilderte die Situation vor der Zusammenarbeit mit Quinyx: Jeder Hub-Manager erstellte seine Dienstpläne lokal und manuell. Dieser Prozess war ineffizient und barg Risiken für die Einhaltung komplexer Arbeitszeitgesetze. Das Ziel war klar: eine Lösung, die datenbasierte, zentrale Entscheidungen ermöglicht, ohne den „Local Touch“ vor Ort zu verlieren. Quinyx fungierte hier als technologisches Rückgrat, das die administrative Last der Filialen in automatisierte, effiziente Prozesse überführte.
Compliance als strategisches Statement
Ein zentrales Thema der Session war die Wahrnehmung des Quick Commerce. Nico Felder verwies darauf, dass die Branche oft kritisch beäugt wird, wenn es um Arbeitssicherheit geht. Flink entschied sich bewusst für einen anderen Weg: absolute Compliance als Differenzierungsmerkmal.
Durch die Automatisierung regulatorischer Rahmenbedingungen in Quinyx stellt Flink sicher, dass alle Rider und Hub-Mitarbeitenden innerhalb der gesetzlichen Vorgaben arbeiten. Dies ist nicht nur eine Frage der Rechtssicherheit, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Employer Value Proposition auf einem Markt mit hoher Fluktuation.
Employee Experience: Flexibilität per App
Gaston Barboza und Nico Felder betonten, dass die intuitive Bedienbarkeit von Quinyx der Schlüssel zur Akzeptanz auf der Fläche war. Für die Mitarbeitenden bedeutet das konkret:
Die technologische Architektur: KI im Einsatz
Laurence Painell erläuterte, wie Quinyx diesen Wandel mit einem mehrstufigen KI-Ansatz unterstützt:
Der nächste Schritt: Task Management
Gaston Barboza gab außerdem einen Ausblick auf kommende Entwicklungen: die Integration von Aufgaben direkt in die Hub-Abläufe. Laurence Painell bestätigte, dass Quinyx bereits an der nächsten Generation des Task Managements arbeitet.
Die Vision ist eine nahtlose Automatisierung, bei der operative Aufgaben ebenso präzise und automatisch zugewiesen werden wie die Schichten selbst. Die Entwicklung bei Flink zeigt deutlich: Workforce Management ist heute weit mehr als nur Dienstplanung.