Flexibilität von Schichtplänen

Internationale Arbeitnehmer-Studie “State of the Deskless Workforce” mit 12.000 Befragten zeigt, wie (un-)zufrieden Angestellte in Schichtbetrieben sind.

Neue Arbeitswelt: anspruchsvoll, flexibel und digital

Wie wollen Mitarbeiter morgen arbeiten?

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich aufgrund der Ereignisse in 2020 massiv verändert. Die aktuelle Diskussion konzentriert sich häufig auf die Unternehmensperspektive, während die Mitarbeiterbedürfnisse dabei in den Hintergrund geraten. Doch was brauchen und erwarten Mitarbeiter von der neuen Arbeitswelt? 

Während Angestellte auf der ganzen Welt von zu Hause aus arbeiten und die Vorteile flexibler Arbeit im Homeoffice genießen konnten, gilt dies nicht für die Beschäftigten im Schichtdienst. Diese Zweiteilung existiert schon lange, durch Corona wird sie nur noch klarer und wurde nun ins Rampenlicht gerückt. 

Wir erinnern uns alle an die Bilder der letzten Monate, in denen die rund 2,7 Milliarden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weltweit gefeiert wurden, die für unsere Gesundheit sorgen, die Regale unserer Supermärkte füllen, uns von A nach B bringen – kurz: die unsere Gesellschaft am Laufen halten.

Arbeitgeber haben nun die Aufgabe, flexibel zu sein und auf die sich um sie herum entwickelnden Umstände zu reagieren.

Doch was ist das Problem? Die erschreckenden neuen Zahlen, die in unserer Studie "The State of the Deskless Workforce" ans Licht gebracht wurden, zeigen, dass gut ein Drittel der Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche  sagen, sie hätten Angst davor, entlassen zu werden, wenn sie mit einem Kollegen die Schicht wechseln würden. Die Studie beleuchtet, wie Unternehmen auf die Einstellungen und Bedürfnisse ihrer zunehmend heterogenen Mitarbeiterschaft eingehen können.

Vor Corona gaben zum Beispiel 70 Prozent zu, krank zur Arbeit zu gehen, weil ihre Schichtpläne nicht flexibel genug waren. Auch während des Lockdowns (Zeitraum der Befragung: 18.04.2020 bis 14.05.2020) gingen 24 Prozent der Befragten trotz Krankheit ihrer Beschäftigung nach, obwohl die Möglichkeit einer Corona-Infektion bestand.

Geringe Flexibilität und wenig Anerkennung

Einer von fünf Angestellten in allen befragten Branchen fürchtet um seinen Job, wenn sie oder er um eine Anpassung des Schichtplans mit Blick auf die eigenen Bedürfnisse bittet (20 Prozent). Die gleiche Menge an Befragten nimmt aus diesen Gründen Überstunden in Kauf.

22 Prozent gaben an, noch zusätzlich einem Neben- oder Minijob nachzugehen, um ungenügendes Einkommen im Hauptberuf auszugleichen. Als logische Konsequenz fühlen sich zwei von drei Angestellten nicht ausreichend wertgeschätzt – eine Zahl, die während der bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus umschwang. Durch eine stärkere Kommunikation in den Teams und von Seiten des Managements, gaben 75 Prozent der Befragten an, sich von ihren Vorgesetzten wertgeschätzt zu fühlen.

Da auf der ganzen Welt die Corona-Schutzmaßnahmen gelockert werden, sind flexible Konzepte für den Weg zurück in die "neue Normalität" von entscheidender Bedeutung.

Aber warum sind sie so wichtig, wie ist der aktuelle Stand der Planung und wie können Sie Ihre Zeitpläne flexibler gestalten?

Warum sind flexible Arbeitszeiten wichtig?

Fast ein Drittel aller von uns befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gab an, dass sie lieber mehr Flexibilität als eine Lohnerhöhung hätten. Flexible Arbeitszeiten geben Ihnen nicht nur die Möglichkeit, auf unvorhersehbare Dinge zu reagieren, sondern sie machen Ihre Mitarbeiter auch glücklicher, führen zu einem effizienteren Unternehmen und sorgen letztendlich dafür, dass Ihre Kunden einen besseren Service erhalten.

Infolge von Covid-19 ist die Prognose des Personalbedarfs gerade jetzt besonders schwierig geworden, da es unglaublich schwierig ist, Pläne, die ein oder zwei Wochen im Voraus erstellt wurden, richtig zu erstellen. Das Ziel ist es, den operativen Geschäftsbetrieb so reibungslos wie möglich aufrecht zu erhalten bzw. wieder hochzufahren und gleichzeitig die Interessen und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen.

Aus diesem Grund werden Tools, die flexibles Arbeiten unterstützen, immer wertvoller. Mit ihnen können Sie tagesaktuelle interne und externe Daten nutzen, um die Pläne sofort anzupassen und sicherzustellen, dass Sie die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben. Es bedeutet auch, dass Ihre Mitarbeiter viel seltener gesellschaftliche Ereignisse oder Feiern verpassen, die ihnen wichtig sind.

Die neue Arbeitswelt wird vor allem durch innovative Technologien und demografische Veränderungen geprägt. Ständige Fortschritte beispielsweise in der künstlichen Intelligenz und den neuen Kommunikationstechnologien erfordern flexible Strukturen und verringern die Halbwertszeit von Wissen und benötigten Fähigkeiten. Zugleich leben und arbeiten die Menschen heute sehr viel länger als früher, während dem Arbeitsmarkt immer weniger junge Menschen zur Verfügung stehen und der Fachkräftemangel zu einem immer gravierenderen Problem für Unternehmen wird.

Wie flexibel ist Ihre Schichtplanung?

Selten haben Schichtarbeiter die Kontrolle über ihre Einsatzpläne. Dies kann enorme Auswirkungen auf ihr Leben haben und es ihnen schwer machen, außerhalb der Arbeit zu planen. Für Teilzeitbeschäftigte oder Schichtarbeiter erhöht dies noch mehr die Herausforderung, mehrere Jobs zu erledigen und ihr Einkommen zu kalkulieren, da ihre Arbeitszeiten stark schwanken können.

Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Arbeitnehmer derzeit nicht in der Lage sind, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben zu erreichen, da 64 % aufgrund unflexibler Schichtpläne auf Schlaf, Hobbys und Freizeit verzichten.

Die Arbeitnehmer geben auch an, dass sie regelmäßig gezwungen waren, zwischen ihrem Privatleben und ihrem Beruf zu wählen, wobei die meisten aufgrund unflexibler Dienstpläne soziale Ereignisse oder Feiertage (71 %) oder wichtige private Ereignisse wie Familienfeiern oder Hochzeiten (50 %) ausließen.

Im Vergleich zu anderen Altersgruppen der deutschen Beschäftigten ist es wahrscheinlicher, dass die über 55-Jährigen der Arbeit Vorrang vor Gesundheit und persönlicher Zeit einräumen. Unflexible Arbeitszeiten könnten zusätzlich zu längeren Arbeitszeiten und stagnierenden Gehältern dazu führen, dass diese Generation unter einer höheren Burnout-Rate leidet.

Wie können Sie die Arbeitszeiten flexibler gestalten?

Flexibilität bedeutet, dass Sie Ihren Arbeitnehmern Wahlmöglichkeiten bieten und die richtigen Instrumente zur Verfügung haben, um den Prozess nahtlos und problemlos zu gestalten.

Die Digitalisierung und unsere veränderten Erwartungen an unseren Arbeitsplatz bedeuten, dass flexibles Arbeiten immer besser realisiert werden kann. Instrumente wie eine digitale Personaleinsatzplanung können dazu beitragen, dies zu realisieren, ebenso wie eine Unternehmenskultur, die flexibles Arbeiten unterstützt und die Kommunikation zwischen Angestellten und Managern erleichtert.

Unternehmen, die ihre Planungsprozesse bereits digitalisiert haben und intelligente Personalplanungs-Lösungen einsetzen, haben es aktuell leichter. Sie können schneller auf extreme Bedarfsschwankungen reagieren und die Arbeitszeiten via App erfassen und an die Personalbuchhaltung weitergeben.

Sie ermöglicht auch flexibles Arbeiten, indem sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, einfach Schichten zu tauschen. Gleichzeit bekommen Ihre Manager ein einfaches Instrumentarium an die Hand, um mehr Schichten zur Verfügung zu stellen, offene Schichten auszufüllen, Leerzeiten und Überstunden zu vermeiden. Funktionen, die mit Fortschritten in der Künstlichen Intelligenz und Maschinellem Lernen auch automatisiert werden können. Dadurch wird Ihr Unternehmen noch effizienter und produktiver.

Schlussfolgerung

Unflexible Zeitpläne führen dazu, dass Mitarbeiter auf ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden verzichten - was sich auf ihre Arbeitsleistung und ihre Gesundheit auswirkt und gleichzeitig Ihrem Unternehmen schadet, Ihre Produktivität mindert und Ihre Effizienz verringert.

Wenn das Jahr 2020 einen Silberstreif am Horizont hat, dann in der Art und Weise, wie es die Unternehmen zwingt, zu reagieren, zu digitalisieren und Technologie einzusetzen, um ihre Zukunft zu sichern.

Sie haben Interesse an der vollständigen Studie? Dann klicken Sie einfach hier:


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