Bol.com ist der größte Online-Marktplatz der Niederlande und Belgiens. Ampère ist der Logistikarm, den das Unternehmen aufgebaut hat, um Pakete von bol-Partnern, den Verkäufern auf der Plattform, einzusammeln und auf der letzten Meile an die Kundschaft zu liefern. Ampère beschäftigt heute 1.500 Mitarbeitende, und 80 % aller Schichten werden vollautomatisch geplant, ohne dass dafür eine einzige zusätzliche Planungskraft eingestellt wurde.
Bei vielen Unternehmen ist IT eine unterstützende Abteilung. Bei Ampère ist sie der Motor des gesamten Betriebs. Nachhaltigkeit spielt dabei von Anfang an eine zentrale Rolle: 97 % der Abholrouten laufen auf Biokraftstoff, und die komplette Flotte auf der letzten Meile fährt elektrisch. Ampère startete 2022 als Projekt von bol.com mit einem klaren Auftrag: einen funktionierenden Betrieb mit eigener IT innerhalb von sechs Monaten aufbauen. Das ist gelungen, einfach war es nicht.
Die Herausforderung: vom Start-up zum Scale-up, ohne dass der Dienstplan zusammenbricht
In drei Jahren wuchs Ampère von 2 auf 6 Depots und von 100 auf 1.500 Mitarbeitende, während das tägliche Paketvolumen von 6.000 auf 100.000 stieg. Was als Abholservice in wenigen Regionen begann, ist heute ein landesweites Netzwerk mit 85 % Abdeckung auf der letzten Meile.
Dieses Wachstum kam nicht von selbst. Die Planung blieb weitgehend manuell, während Mitarbeitende ständig kamen und gingen, neue Angebote hinzukamen und die Zahl der Schichten stetig stieg. Dazu kamen die alltäglichen Herausforderungen: Schichttausch, Ausfälle und immer spezifischere Wünsche der Mitarbeitenden.
Das Team las den Bedarf pro Depot und Angebot aus dem internen System von Ampère ab und übertrug ihn manuell in Quinyx: Basisplan anpassen, ausrollen, dann Schicht für Schicht zuweisen. Irgendwann stieß dieser Prozess an seine Grenzen. Ließ er sich überhaupt noch skalieren? Gab es genug Abgleich zwischen Planung und tatsächlichem Ablauf? Und was passiert, wenn diese Handvoll Planungskräfte ausfallen, während der Rest der Organisation kaum Einblick hat, was eigentlich vor sich geht?
Die Lösung: die Rolle der Planungskraft neu gedacht, nicht nur der Dienstplan
Ampère entschied sich, die interne Planung vollständig zu automatisieren. Schichten anhand des Bedarfs zu erstellen, ist der einfache Teil; das kann fast jedes System. Die schwierigere Frage lautete: Wie bildet man die Arbeit einer Planungskraft nach, samt aller Abwägungen, die jemand mit Erfahrung fast automatisch trifft?
Die Antwort bestand aus zwei Bausteinen: automatisierte Dienstplanung und automatische Schichtzuweisung, den Grundpfeilern der Quinyx Optimise-Module. Die automatisierte Dienstplanung übernimmt die Integration und Erstellung von Schichten zwischen dem internen System von Ampère und Quinyx, und die automatische Schichtzuweisung weist diese Schichten anschließend nach Regeln zu, die Ampère selbst festgelegt hat.
Manche Regeln sind nicht verhandelbar: die richtigen Qualifikationen, ausreichende Ruhezeiten zwischen Schichten, eine Obergrenze für Arbeitstage und Schichtlänge und die passende Zuordnung von Schichten zur richtigen Abteilung, wenn nötig. Andere Regeln sind wichtig, aber je nach Situation flexibel: Mindest- und Höchststunden im Vertrag, eine faire Verteilung von Bereitschafts- und Sonntagsschichten, Priorität für Abendschichten, Priorisierung nach Abteilung und nach Mitarbeitenden.
Diese Fairness war der entscheidende Punkt: Erst als Bereitschafts-, Sonntags- und Abendschichten fair verteilt wurden, begannen Mitarbeitende und Planungskräfte, der automatisierten Zuweisung zu vertrauen.
Das Ergebnis: volle Kontrolle, ohne zusätzliche Planungskräfte
Da das interne System von Ampère direkt mit Quinyx verbunden ist, gibt es keine Lücke mehr zwischen dem, was auf dem Papier steht, und dem, was tatsächlich in den Depots passiert.
Die Mitarbeiterzahl hat sich verzehnfacht, ohne dass eine einzige zusätzliche Planungskraft ins Team gekommen ist. Ampère behält die volle Kontrolle über die eigene Planung, kein Dritter sitzt dazwischen. Von insgesamt rund 2.500 Schichten pro Woche werden etwa 80 % vollautomatisch geplant, ohne dass jemand nachprüfen muss.
„Wir haben uns entschieden, unsere Planung vollständig zu automatisieren. Schichten nach Bedarf zu erstellen, ist der einfache Teil. Die eigentliche Frage war: Wie bildet man die Arbeit einer Planungskraft nach? Die automatische Schichtzuweisung hat uns die Antwort gegeben."
Cas Beems | Product Owner Data Science & Business Analyst Planning & Control, Ampère
Warum das für schnell wachsende Logistikunternehmen relevant ist
Ampère hat die Mitarbeiterzahl verzehnfacht, ohne das Planungsteam entsprechend mitwachsen zu lassen. Für Führungskräfte in Operations, HR und Finance bei schnell wachsenden Logistik- und Lagerunternehmen ist genau diese Frage entscheidend: Hält die Planung mit dem Wachstum des Unternehmens Schritt, oder bremst sie es aus?
Für Ampère war die Antwort eindeutig. Die Quinyx Optimise-Module lassen die Planung mit dem Wachstum mitskalieren: weniger manuelle Arbeit, mehr Kontrolle über die Personalkosten und einen Dienstplan, den Mitarbeitende tatsächlich als fair erleben.
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