Personaleinsatzplanung im Einzelhandel: Trends 2019 und darüber hinaus

by | 05.11.2019
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Es ist eine spannende Zeit für den Einzelhandel. Auf der einen Seite sind einige der größten Global Player des Einzelhandels - von Hamburg bis New York - gezwungen, Geschäfte zu schließen und ihre Mitarbeiter zu entlassen.

Auf der anderen Seite sind zahlreiche - auch stationäre - Unternehmen unglaublich erfolgreich. Spieler (wie Amazon), die in der Vergangenheit einfach nur E-Commerce-Einzelhändler waren, eröffnen jetzt lokale Einhandelsgeschäfte.

Wenn man den Medien glauben will, steckt der Einzelhandel in der Krise. Doch die Realität ist komplizierter. Und bietet große Chancen für zukunftsorientierte Entscheider!

In Deutschland erwirtschaften 300.000 Einzelhandelsunternehmen mit 410.000 Betrieben und mit drei Millionen Beschäftigten und 150.000 Auszubildenden knapp 487 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Der Einzelhandel stellt Deutschlands drittgrößten Wirtschaftszweig dar. Und zwar nicht nur im Online Handel, sondern auch im stationären Handel!

So war der Einzelhandelsumsatz im September 2019 laut dem Statistischen Bundesamt real um 3,4 % höher als im September 2018.

Die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte jedoch sinkt weiter, E-Commerce wächst rapide. 

Klar ist, dass sich der Einzelhandel - und die Erwartungen der Verbraucher an den Einzelhandel - verändern. Es reicht nicht mehr aus, wenn die Einzelhändler weitermachen wie bisher. Sie müssen sich verändern, anpassen und mit der Zeit gehen, um relevant, erfolgreich und profitabel zu bleiben. Für Ihre Kunden - aber auch für ihre Mitarbeiter.

 

Was sind die aktuellen Trends im deutschen Einzelhandel? 

1. KUNDENERLEBNIS

Vergessen Sie den Preis. Im Jahr 2020 wird das Kundenerlebnis das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den Marken bzw. Unternehmen sein. Einzelhändler nutzen neue Geschäftsmodelle, ändern die Art und Weise, wie sie mit ihren Kunden in Kontakt treten, vermischen physische und digitale Erfahrungen, setzen neue Technologien ein und schaffen Erfahrungen, die die Verbraucher lieben.

Ob fortgeschrittene Personalisierung, die Möglichkeit, Bestellungen überall auszuführen, Self-Checkout-Lösungen, die Veränderung der Rollen der Mitarbeiter in den Filialen, damit sie kundenorientierter sind oder sogar kanalübergreifendes  Einkaufen - Einzelhändler, die das Kundenerlebnis priorisieren (und ihre Mitarbeiter stärken), sind diejenigen, die sich einen Vorsprung gegenüber ihren Mitbewerbern verschaffen.

Laut einer Studie von McKinsey geben 83% der Kunden an, dass sie sich ein personalisiertes Einkaufserlebnis wünschen, was für die Einzelhandelsunternehmen eine Umsatzsteigerung von bis zu 30% bedeuten kann. Die Kunden sind besser informiert als je zuvor. Sie erwarten mehr, und wenn sie es nicht bekommen, werden sie gerne an einem anderen Ort einkaufen, wo ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

Wie können Einzelhändler also ihr Kundenerlebnis verändern? Zwei der wichtigsten Faktoren sind befähigte Mitarbeiter und der Einsatz von Technologien und digitalen Lösungen.

 

2. BEFÄHIGTE MITARBEITER

Die Rolle der Filialmitarbeiter ändert sich. Sie sind nicht mehr nur dazu da, eine Kasse zu bedienen oder Kunden zu begrüßen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Schaffung eines neu gestalteten Kundenerlebnisses. Sie sind Geschichtenerzähler, Markenchampions. Sie sollten lieben, was sie tun. Und die Rolle des Einzelhändlers sollte darin bestehen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihren Job nach besten Kräften zu erledigen.

Ob Filialmitarbeiter oder Manager, Tools wie eine digitale Personaleinsatzplanung  werden ihren Arbeitsalltag revolutionieren. Manager können jede Woche viele Stunden sparen, indem sie die Planung und Zeiterfassung automatisieren - mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen.
Sie können ihre Standorte oder Filialen über die Handys in ihren Taschen verwalten, anstatt hinter einem Computerbildschirm im Backoffice. Das bedeutet, dass sie mehr Zeit mit ihren Mitarbeitern und ihren Kunden verbringen oder die Präsentation des Ladens verfeinern können - was letztendlich die Leistung des Ladens und das Niveau des Kundenservice verbessert.

Das Gleiche gilt für die Mitarbeiter. Eine digitale Lösung hilft ihnen, Zeit zu sparen, indem sie Aufgaben automatisiert oder erheblich rationalisiert, die bisher zeitaufwändig waren.
Durch eine mobile App können sie wählen, wann sie arbeiten möchten, einfach die Schichten wechseln, zusätzliche Schichten übernehmen und protokollieren, wann sie gearbeitet haben.
Und wie wir wissen, führen glückliche Mitarbeiter zu einem glücklichen Unternehmen.


3. TECHNISCHE UND DIGITALE REVOLUTION

Natürlich geht die technologische und digitale Revolution über eine Workforce Management Software hinaus. In jedem Unternehmen gibt es digitale Lösungen in zahlreichen Bereichen. Lohnbuchhaltung, CRM, Waren- und Ordermanagement und viele andere. Von Tools, die es ermöglichen, in Echtzeit einheitlichen Angeboten in den verschiedenen Kanälen (on- und offline) anzubieten, bis hin zur Gesichtserkennung, die dazu beiträgt, den Kunden personalisierte In-Store-Angebote zu liefern, haben Einzelhändler, die den technologischen Fortschritt nutzen, eine viel höhere Chance, erfolgreich zu sein.

Die Forschung von Mckinsey fand auch heraus, dass Filialen, die in Technologie investieren, wahrscheinlich doppelt so hohe EBIT-Margen erzielen werden wie heute, mit einer besseren Kundenzufriedenheit, einem höheren Mitarbeiterengagement und einfacher zu bedienenden Filialen. Sie sagen:
"Die Technologie, die notwendig ist, um diese transformierte GuV zu erreichen, ist jetzt verfügbar, und wir berechnen, dass sie den Return on Investment positiv beeinflusst."

Eine digitale Workforce Management Lösung hilft Ihnen:

  • Optimierte Einsatzpläne zu erstellen, die den Arbeitzeit-Bedarf des Unternehmens mit dem Arbeitszeit-Angebot der Mitarbeiter in Einklang bringt. 
  • Bedarfstreiber zu identifizieren. Welche Bedarfe haben wirklich Einfluss auf den Personalbedarf bzw. Umsatz oder die Umsatzproduktivität?
  • die optimale Mitarbeiter-Zusammensetzung zu finden. Voll-/Teilzeit-Mitarbeiter und ggf. Minijobber werden im optimalen Mix eingesetzt. Leerzeiten und teure Überstunden werden vermieden.
  • Ihren Mitarbeitern flexible, wertschätzende Arbeitszeitmodelle anzubieten. Die Planung erfolgt automatisiert und angefasst auf gesetzliche, betriebliche und individuelle Bedürfnisse.
  • Ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern durch flexible Modelle, moderne Kommunikation über eine App, transparente Kommunikation in Echtzeit und vieles mehr.
  • Ihre Ziele und Kennzahlen im Griff zu haben und rechtzeitig in Prozesse eingreifen zu können.

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Anke Otte

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